Geschichte des Freilichttheaters Klosterhofspiele

1982 von theaterbegeisterten Langenzennern gegründet, haben sich die Klosterhofspiele Langenzenn e.V. im Laufe der Jahrzehnte zu einer beachtlichen Institution des Amateurtheaters im Landkreis Fürth und damit in der Metropolregion Nürnberg entwickelt.

Ausgehend von dem Wunsch, die Zuschauer mit

  • niveauvollen Komödien
  • professioneller Regie
  • einem motivierten und begabten Ensemble 
  • und der romantischen Kulisse des Klosterhofes

gut zu unterhalten, konnte die Zuschauerzahl ständig ausgebaut werden, bis 1996 und 1997 mit 100% Auslastung die Kapazitätsgrenze erreicht wurde.

Geprägt wurden die Klosterhofspiele von den Regisseuren, wobei Kraft-Alexander, seinerzeit noch Intendant des Stadttheaters Fürth, schon aufgrund seines langjährigen Engagements bei den Klosterhofspielen – er war von 1982 bis 2001 künstlerischer Leiter – besondere, heute noch nachwirkende Akzente setzte. Besonders in Erinnerung, auch den ehemaligen Spielern, sind die Inszenierungen “Was ihr wollt“ und „Ein Sommernachtstraum“ von Shakespeare aber auch „Der Geizige“, „Der eingebildet Kranke“ und „Tartuffe“ von Moilière, um nur einige zu nennen. Ein Erlebnis, vor allem für die Spieler, war „Der zerbrochne Krug“ von Kleist, in diesem Stück spielte Kraft-Alexander die Rolle des Dorfrichters Adam.

Die Jahre 2002 und 2003 wie auch 2008 und 2009 wurden von Gabriele Küffner geprägt – Ihre Inszenierungen „Lysistrata“ nach Aristophanes und später „Faust“, letztere in enger Zusammenarbeit mit den Hans-Sachs-Spielen, sorgten für Aufsehen und große Anerkennung.

In den Jahren 2004 bis 2007 wurden die Klosterhofspiele künstlerisch von Jan Burdinski, Intendant des Fränkischen Theatersommers, Landesbühne Oberfranken, beeinflusst. Hier bleiben die Inszenierungen „Der Arzt wider Willen“ nach Molière und „Volpone“ nach Ben Johnson in bester Erinnerung.

Mit dem Schweizer Regisseur Peter Lüdi, als Theaterleiter schon im Ruhestand, sorgten die Klosterhofspiele 2010 und 2011 für Abwechslung in der Regie.

Seit 2012 ist Frank Landua als Regisseur unter Vertrag. Seine Inszenierung „Die drei Musketiere“ sorgte, nicht zuletzt wegen der professionellen Fechtszenen , bereits für Aufsehen und Anerkennung. Auch die folgenden Inszenierungen beeindruckten die Zuschauer. 2013 Romeo und Julia, 2014 Der Sommernachtstraum, 2015 Der Geizige, 2016 erstmal 2 Inszenierungen im Sommer, Der zerbrochne Krug und Sekretärinnen. 

Für 2017 wird nun in Kooperation mit den Hans-Sachs-Spielen "Luther" im Klosterhof inszeniert. 

Kein Theater kann ohne Leitung auskommen, kein Verein ohne Vorstand. So waren die Geschicke der Klosterhofspiele aufs Engste verbunden mit den Vorsitzenden Rainer Ahlers (1982 bis 1988), Jürgen Klostermeyer (1988 bis 2007) und Roland Schönfelder (2007 bis 2011). Seit Herbst 2011 werden die Klosterhofspiele von vier gleichberechtigten Vorständen geführt. Dabei ist die Frauenquote mit 75% (drei Vorstände sind Frauen) vorbildlich.

Bereits 2002, wurde als Nachwuchsorganisation der Klosterhofspiele das Kindertheater „Klostermäuse“ gegründet, welches sich unter der Leitung von Sonja Soydan ebenfalls sehr gut etablierte und mittlerweile Nachwuchsschauspieler für das Erwachsenenheater bereitstellt. Auf der Vita stehen nun Schneewittchen, Peter Pan, Dornröschen, Urmel aus dem Eis, Der Zauberer von Oz, Die kleine Hexe, Rumpelstilzchen. Im Jahre 2015 konnte mit dem SAMS die Marke 5000 Zuschauer geknackt werden, der Räuber Hotzenplotz 2016 konnte das Ergebnis nochmals auf 5.500 erhöhen. 2017 steht "Das kleine Gespenst" auf dem Spielplan. 


Um auch der Theaterjugend ein Betätigungsfeld zu bieten wurde 2012 der JugendTheaterClub gegründet, welcher unter der Leitung von Sonja Soydan steht  mit der Inszenierung des zeitkritischen Stücks „Die Welle“ der Öffentlichkeit bekannt wurde. Ab 2015 übernahm Frank Landua die Regie für das Nachwuchsensemble, mit "Haste Scheisse am Schuh" konnte das Junge Ensemble ein facettenreiches Spiel zeigen. Für Winter 2016 stehen aktuell "Die Physiker" auf dem Spielplan. 

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